Umlaufsperren

Umlaufsperren Radwege
Sehr gut: markierte Umlaufgitter ohne Überlappung leicht in den Verlauf gedreht

Umlaufsperren (manchmal auch „Umfahrungsgitter“ oder „Drängelgitter“) findet man häufig an Kreuzungen von Fuß-/Radwegen mit Bahnanlagen oder stark befahrenen Straßen. Häufig sind hintereinander versetzt 2 Gitter quer zum Radweg gestellt. Erster Grundsatz sollte sein zu prüfen, ob an der fraglichen Stelle überhaupt eine Umlaufsperre (oder andere Durchfahrsperre) unbedingt erforderlich ist! Durchfahrsperren behindern i.d.R. eher den Radverkehr und stellen Unfallrisiken dar. Sie werden nicht nur bei ungünstigen Sichtverhältnissen insbesondere von Radfahrergruppen wegen ihrer geringen Höhe schlecht wahrgenommen. Dort, wo solche Sperren vom auszuschließenden Verkehr einfach umfahren werden können, verfehlt die Anlage ihren Sinn.

Wenn sich Umlaufsperren nicht vermeiden lassen, sollte unbedingt beachtet werden, dass

  • die einzelnen Gitter möglichst großflächig/vollständig retroreflektierend rot/weiß markiert sind,
  • die Umlaufsperren an Kreuzungen/Einmündungen mindestens 3 m von der Bordsteinkante weg in den Wegeverlauf hinein gerückt sind, um ein zügiges Räumen der zu querenden Straßen/Schienenwege durch Radfahrergruppen oder Räder mit Hänger bzw. Spezialfahrräder (z.B. Liegeräder) zu ermöglichen,
  • beidseitig vorab möglichst eine Warnung per Schild (wo möglich: StVO-Beschilderung) erfolgt (bei abschüssigen Strecken ausreichend weit vorab!),
  • die Einfahrbreite bei max. 2,00 m Wegebreite mind. 1,15 m und ab 2,00 m Wegebreite 1,30 m beträgt (ab 2,50 m Wegebreite: 1,50 m Einfahrbreite),
  • die Gitter mind. 1,50 m Abstand zueinander haben,
  • die Gitter sich nicht überlappen,
  • die Gitter wenn möglich leicht in den Verlauf gedreht sind (leichtere Befahrbarkeit durch komfortableren Radius)
  • das unkomplizierte Befahren durch Rettungsfahrzeuge zu jeder Zeit ermöglicht sein muss,
  • an stark frequentierten Stellen mehrere Durchlässe nebeneinander sinnvoll sein können.

Zahlreiche wertvolle Hinweise und Empfehlungen können Sie der ERA 2010 (Empfehlungen für Radverkehrsanlagen, ISBN 978-3-941790-63-6) entnehmen.

Umlaufsperren Radwege
Gefährlich: zusätzliches halbhohes Hindernis im ohnehin schon schwer zu passierenden Durchfahrbereich
Umlaufsperren Radwege
Gefährlich: unmarkierte Umlaufsperre - grau auf grau
Umlaufsperren Radwege
Durchfahrbreite zu gering
Umlaufsperren Radwege
Unmarkiert - Gitter überlappen - Anlage kann umfahren werden … Verbesserungsbedarf!

Ihre Ansprechpartner

Julia König

Thüringer Tourismus GmbH
Radwegekoordinatorin
Julia König

0361 3742-205
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Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr
Netzplanung / Umweltschutz
Manuela Helbing

0361 574135-401
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